Heizanlage TLH-Silz

Die Firma Tiroler Lamellierholz, kurz TLH, betreibt am Standort in 6424 Silz, Innweg 3, einen mit Hobelspänen und Hackschnitzel befeuerten Kessel, Hersteller AWINA, Type FU1100, Baujahr 1988, Nennleistung 1160 kW, genehmigt mit Bescheid der BH Imst Nr.: I-623 / 5 vom 25.Juli 1988! Geplant ist, diese Heizanlage trotz erheblicher Investitionsmehrkosten, durch zwei kleinere Heizanlagen mit zusammengenommen gleicher Heizleistung wie die Bestandsanlage zu ersetzen. Durch unterschiedliche Leistungen einmal etwa 400 kW und einmal etwa 700 kW sollen, speziell in den immer wärmer werdenden Sommermonaten, die Emissionen so gering als möglich gehalten
werden! Es ist vorgesehen in den Sommermonaten die kleinere Heizanlage alleine, in den Übergangszeiten die größere alleine und bei sehr kalten Bedingungen beide Anlagen gleichzeitig zu betreiben. Durch diese Maßnahme können die Emissionen nochmals um bis zu 65% gegenüber der konventionellen Lösung reduziert werden! Angeboten wurden zwei Varianten. Erstens Viessmann Vitoflex UF 390 zusammen mit Viessmann Vitoflex UF 720, zweitens AGRO Forst und Energietechnik AVS 400 zusammen mit einem AVS 700. Die detaillierten technischen Beschreibungen mit Funktions- und Verbrennungsablauf sind als Anlagen beigefügt!


Auch bei der Abführung der Rauchgase ist eine komplette Trennung der Systeme geplant, da die, bei der Firma Unteregger in Auftrag gegebene Berechnung des Bestandskamins ergeben hat, dass die Einleitung aus beiden Heizanlagen in den Bestandskamin nicht in allen Betriebszuständen einen optimalen Verbrennungsprozess garantiert. Diese Berechnung ist ebenfalls beigefügt und die Ausführung der Kamine wird laut Angebot Firma Unteregger durchgeführt werden! Um die Brennstoffversorgung sicherzustellen muss die bestehende Austragung und Überblasung in den Bestandssilo angepasst werden. Zu diesem Zweck wird über eine Weichensteuerung Material teilweise in Container zwischengelagert und bei Bedarf verwendet. Auch werden die Austragungsschnecken umgebaut und angepasst. Die hier notwendigen Rückbrandeinrichtungen sind Bestandteil der Heizungsanlagen und verfügen über die notwendigen Prüfzeugnisse. Geplant sind Zellradschleusen und Rückbrandlöscheinrichtungen mit Wassereinspritzungen. Letztere funktionieren auch stromlos!


Die zur Durchführung der geplanten Maßnahmen notwendigen Bau- und Installationsarbeiten setzen sich folgendermaßen zusammen: Abtragung und Entsorgung der bestehenden Heizungsanlage. Umbau Heizhaus mit Anpassen und Sanierung des Bodens, herstellen der notwendigen Mauer und Dachdurchbrüche und deren Isolation nach Abschluss der Arbeiten ohne Veränderung des äußeren
Erscheinungsbildes des Bestandsgebäudes. Diese Bauarbeiten werden zum größten Teil in Eigenregie durch die Partnerfirma Rieder GmbH & Co KG durchgeführt, als Eigenleistung betrachtet und somit nicht in den Förderantrag eingebracht! Umbau des bestehenden Heizungsverteilers und Einbindung der neuen Anlagen. Demontage der bestehenden elektrischen Anschlüsse und Zuleitungen, nach Montage der Kessel deren Neuinstallation verbunden mit einer Füllstandsüberwachung des Bestandssilos und energiesparender Pumpen und Heizungsregelung. Schlussendlich etwa 2 Wochen nach erfolgter Inbetriebnahme Isolierung der gesamten Anlage gegen thermische Verluste.


Die Abnahmemessung durch eine befugte Firma beider neuen Anlagen sollte dann baldmöglichst erfolgen um den korrekten Betrieb sicherzustellen.

 

„Dieses Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert“. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at